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August 2012: Steuerliche Absetzbarkeit von Unterhalt für Eltern (und Kinder)

Wie bereits im August 2010-Newsletter schon einmal dargelegt, besteht seit einiger Zeit die Möglichkeit, nicht nur Ehegattenunterhalt, sondern auch Kindesunterhalt oder auch Elternunterhalt (bspw. bei Pflegeheimkosten) steuerlich abzusetzen. Der Bundesfinanzhof hatte nun einen Fall zu entscheiden, bei dem der Kläger (der als Selbständiger sein Geld verdiente) Unterhaltsleistungen an die Mutter steuerlich absetzen wollte (BFH, Urteil vom 28. 3. 2012 - VI R 31/11).

Der BFH konkretisierte die steuerliche Absetzbarkeit weiter. Gemäß § 33a Abs. 1 S. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) können auf Antrag Unterhaltszahlungen steuermindernd bis zu einem maximalen Betrag von aktuell 8.004 Euro pro Kalenderjahr berücksichtigt werden. Voraussetzung ist dabei, dass der Steuerpflichtige den Unterhalt an eine nach den zivilrechtlichen Vorschriften unterhaltsberechtigte Person zahlt. Neben dem Ehegatten gehören dazu auch bspw. Kinder und auch die eigenen Eltern. Gerade in der heutigen Zeit nimmt der Elternunterhalt aufgrund häufiger werdenden kostenintensiver Heimunterbringung einen immer größeren Stellenwert ein. Wer Elternunterhalt zahlt, der sollte dann auch an die Absetzbarkeit im Rahmen der Steuererklärung denken.

Unterhaltszahlungen sind dabei immer nur bis zu einer gewissen Höhe des Einkommens absetzbar (sogenannte Opfergrenze). Bei Selbständigen wird die individuelle einkommensabhängige Grenze durch den Durchschnittsgewinn der vergangenen drei Jahre berechnet, so der BFH in seiner aktuellen Entscheidung, die Rechtsmaßstäbe des Unterhaltsrechts mit steuerlichen Maßgaben harmonisiert.

Beispiele zu Berechnungen sind hier aufgeführt. Für Beratungen rund um Unterhalt, Trennung, Scheidung und allen damit verbundenen Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Beratungen sind grundsätzlich dabei auch Deutschlandweit möglich.

Bitte beachten Sie auch diese Beiträge zum Elternunterhalt und diesbezügliche wichtige Urteile.

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